Fluten-Log

Gelegentlich etwas Neues oder Altes, Text oder Foto oder Musik, ausgearbeitet oder Notiz. Soweit nicht anders angegeben, stammen alle Beiträge von Volker Friebel.

Fluten-Log: Aktuell, Archiv: 0504, 03, 02, 01 (ab 07.06.2018)


Samstag, 4. April 2020

Holzmarkt Tübingen. Auf den Stufen der Stiftskirche, die den Platz beherrscht, sitzen im Frühling zur Abenddämmerung sonst plaudernd Studenten, Gläser, Flaschen, aufgebrochene Pizzaschachteln neben sich. An Samstagabenden drängen Besucher der Motette zum kleinen Kirchenportal an der Seite. Doch heute liegt der Platz still. Bis auf den Penner mit der verwaschenen US-Flag auf dem Hemd, der hier und da ein bisschen krakeelt.

Laternen brennen. An manchen Pfählen lehnt ein Mensch, immer nur einer, Corona-Ansteckungsgefahr, polizeiliches Abstandsgebot. Einige stehen auch, einzeln, an den Schaufenstern, Elisabeth und ich am Antiquariat Heckenhauer (Hermann Hesse war hier Lehrling, und Sebastian Blau). Unsere Gesichter sind dem Kirchturm zugewandt, hinter dem der Mond die Laternen und die wenigen erleuchteten Fenster der Bürgerhäuser noch überstrahlt.

Die Trompete beginnt mit einer orientalisch anmutenden Melodie. Wir suchen den Schatten des Bläsers hinter der Brüstung oben am Turm. Ist er das? Er steht regungslos. Ein Glockenspiel löst ihn ab. Trompete und Glocken wechseln.

Über das Kopfsteinpflaster wird ein Einkaufswagen geschoben. Das Licht der Laternen und des Mondes fällt nicht in jeden Winkel, so hilft dem Flaschensammler eine Taschenlampe bei der Erkundung der Abfallkörbe am Platz.

Noch einmal die Trompete: „Der Mond ist aufgegangen“. Ich hatte das Lied einmal tief in der Nacht gehört, auf einem französischen Campingplatz am Lac de Narlay, ganz einfach gesungen, von einigen jungen Kerlen, tief berührend. Unsere Version ertrinkt fast im Zierrat und beendet das surreale Konzert.

Sagen wir etwas? Wir sehen uns an. Jemand klatscht. Andere fallen ein.

 


Mittwoch, 1. April 2020

Neuerscheinung: Volker Friebel (2020): Murmel Mu – Aus den Reden eines Murmeltiers. Edition Blaue Felder, Tübingen. PapierBuch und eBuch.

Das ist kein Kinderbuch! Die ersten Texte entstanden im Jahr 2000, rabenschwarz, die letzten kurz vor Veröffentlichung des Buchs, heiter. Wahrscheinlich weil ich keine Hoffnung mehr habe.

Ein Klick auf das Titelbild führt zur Seite des Buchs bei Amazon, mit Blick ins Buch und Bestellmöglichkeit.

 


Montag, 30. März 2020

Das Haiku-Jahrbuch 2019, Honigspur, ist erschienen. Eine freie pdf-Datei sowie einen Link zum Druckwerk, wo die Druckausgabe bereits bestellt werden kann, gibt es hier:

https://www.haiku-heute.de/jahrbuch/

 


Montag, 30. März 2020

Nun ist es fünf Wochen her, dass wir in Delphi waren (das Foto zeigt mich beim Trinken vom Kastalischen Quell, wieder einmal, vorsichtshalber). Gegen Ende der Reise gab es die ersten Berichte über das Corona-Virus in Europa. Inzwischen …


Sonntag, 29. März 2020

Nach dem Lesen eines feministischen Aufsatzes: Es gibt Frauen und es gibt Frau*Innen.

 


Donnerstag, 26. März 2020

Die Damhirsche haben vermutlich ihre eigenen Probleme. Das Corona-Virus beeinträchtigt auch sie: Nun kommen deutlich mehr Menschen als sonst auch unter der Woche an ihrem Gehege vorbei, besonders viele Kinder, die sonst in der Schule wären, und Eltern, die sonst in der Arbeit wären, sich nun aber um ihre Kinder kümmern.

 


Sonntag, 22. März 2020

Wie unterschiedlich wir auf Gefährdungen reagieren. Zum Artikel auf einer extra Seite hier.

Covid-19 (Corona-Virus): Bis zum Sonntag, 22.03.2020 in Deutschland unter 90 Tote. Das wird aber noch stark zunehmen. Wie steht es um mögliche Vergleiche?

Tote insgesamt: Alle Sterbefälle in Deutschland 2018: 954.874 (Quelle: Statista)
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156902/umfrage/sterbefaelle-in-deutschland/
Bevölkerung in Deutschland Ende 2018 laut Statistischem Bundesamt: 83,02 Millionen. Also starben 2018 etwa 1,15% der Bevölkerung.

Grippe: „Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, heute mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertungen erklärte. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen. […] Ein Vergleichswert für die laut RKI „moderate“ Welle 2018/19 liegt noch nicht vor.“ Aus dem Ärzteblatt, online:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren

Terrorismus: Für 2018 und Deutschland konnte ich im Netz gar keine Toten finden, für die EU insgesamt werden 14 Tote aufgeführt.

Rauchen: Zahlen 2018 für Tote durch Rauchen in Deutschland gibt es wohl noch nicht, als letzte Jahreszahl finde ich: „Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5% aller Todesfälle.“:
https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/news/PM_Daten_und_Fakten_DHS_Jahrbuch_Sucht_2019.docx.pdf

Alkohol: Auch noch nichts Genaues zu Toten durch Alkohol 2018 in Deutschland. „Schätzungen für Deutschland belaufen sich auf etwa 74.000 Todesfälle, die durch riskanten Alkoholkonsum oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak verursacht werden.“:
https://www.aktionswoche-alkohol.de/presse/fakten-mythen/zahlen-und-fakten/

Drogentote: „2018 starben deutschlandweit 1.276 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums.“:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/403/umfrage/todesfaelle-durch-den-konsum-illegaler-drogen/

Verkehrstote in Deutschland 2018: 3.275 (2019 waren es dann 3.059).

Luftverschmutzung: Natürlich ist das schwierig herauszurechnen. Als Richtwert: „In Deutschland lassen sich jedes Jahr rund 13.000 vorzeitige Todesfälle auf Luftverschmutzung aus dem Verkehr zurückführen.“ Nach einer wissenschaftlichen Studie in Zeit online:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/studie-luftverschmutzung-todesfaelle-abgase-verkehr

 

Bei der Auflistung fällt auf, dass wir auf manche Gefährdungen sehr sensibel reagieren, über andere dagegen eher hinwegsehen. Was dürften die dafür bestimmenden Faktoren sein? Ich vermute:

* Mögliche persönliche Betroffenheit: Wer beispielsweise keine Drogen nimmt, wird durch die Zahl der Drogentoten weniger beunruhigt. Wenn jemand heranwachsende Kinder hat, dann aber doch.

* Grad der Selbstbestimmtheit: Bekannte Todesursachen, vor denen man sich gar nicht schützen kann, dürften eher gelassen betrachtet werden, solche, vor denen man sich problemlos schützen kann, auch, solche, die über einen hereinbrechen können, obwohl grundsätzlich ein Schutz möglich ist, dürften besonders stark beunruhigen.

* Neuheit: Eine neu auftretende Todesursache dürfte besonders stark beunruhigen, solange noch nicht abgeschätzt werden kann, wie weit wir selbst persönlich betroffen sind, wie kontrollierbar sie ist, wie sie sich weiterentwickelt.

Ich vermute also, dass weniger die absolute Gefährdung für unsere Reaktionen eine Rolle spielt, dafür deutlich mehr unser Grad an Sicherheit/Unsicherheit hinsichtlich unserer persönlichen Betroffenheit und unseren Handlungsmöglichkeiten. Das zu wissen, kann helfen, Ängste zu relativieren. Ganz nehmen sollte es Ängste nicht, denn tatsächlich können alle Gefährdungen uns treffen und tödlich sein.

 


Sonntag, 15. März 2020

Wenn ich nach unten blättere, gab es schon lange keine Musik mehr. Hier eine Improvisation von gestern: Gitarren-Improvisation in A-Dur.

 


Donnerstag, 12. März 2020

Rüdiger Safranski schreibt in seinem Buch Hölderlin (2019): „Schillers Gedicht [Die Götter Griechenlands] hat Hölderlin die Problematik der entzauberten Welt vor Augen geführt und ihn bei seinen Versuchen der Wiederbelebung des mythischen Bewusstseins und der Rückgewinnung des Göttlichen inspiriert. Hölderlin wird durch Schiller und über ihn hinaus eine lyrische Sprache suchen für die mythische Erfahrung, voll Trauer darüber, dass wir die Alltäglichkeit dieser Erfahrung verloren haben. Ihm wird bewusst, dass jene Dimension verschwindet, worin das Wirkliche dem Blick und Erleben erst richtig aufgehen kann. Deshalb sieht man die Erde nicht mehr, hört nicht mehr den Vogellaut, und die Sprache zwischen den Menschen ist verdorrt.“

Das Problem hat sich seither noch verschärft. Und deshalb wird die Rettung der Menschenwelt etwa vor dem Klimawandel und anderen Umweltproblemen misslingen, selbst wenn sie technisch betrachtet gelingen sollte. Weil die wichtigste Dimension dabei fehlt.

Dabei gibt es von vielen Menschen Bemühungen in die richtige Richtung. Achtsamkeit gehört dazu, die steigende Wertschätzung der Natur, die Förderung von Langsamkeit und Minderung der Reizüberflutung. Wieder gute Nachbarn der nächsten Dinge werden, hat Nietzsche das in Worte gefasst. Dichtung könnte dazu viel tun. Es gibt sie auch, in den Augenblicksschilderungen des Haiku etwa. Aber sie wird nicht gehört.

Auch wo den Menschen bewusst wird, dass sie selbst das Problem sind, bleibt es noch bei einer technischen Veränderung: Mal spazieren, das Auto elektrifizieren, bewusster kaufen. Das reicht alles nicht. Keine technische Anpassung reicht.

Eine Rückbesinnung auf die alten Götter, wie Hölderlin es versuchte, kann es aber auch nicht sein, meine ich, auch keine Proklamation neuer Götter. Ein neues Verhältnis zur Natur, der äußeren und der inneren, überhaupt erst einmal spüren, dass es das gibt, die eigene Natur, dass es den Baum, der im Wald steht und wächst, tatsächlich gibt, nicht bloß als Nutzobjekt, einfach nur so, für sich selbst.


Mittwoch, 4. März 2020

Die ersten Veilchen, heute gesehen bei Tübingen.


Samstag, 22. Februar 2020

Volker Friebel (2020): Mit Traumreisen entspannen: Das Haus am See. Edition Blaue Felder, Tübingen. Mit Illustrationen. PapierBuch: 112 Seiten, 14,90 Euro; eBuch (epub-Format): 8,99 Euro.

Ein neues Buch mit Traumreisen für Kinder. Hier geht es zu einer der Traumreisen aus dem Buch: Der Glückskäfer.

Ein Klick auf das Titelbild führt zur Seite des Buchs bei Amazon, mit näheren Infos, Blick ins Buch und Bestellmöglichkeit.


Samstag, 15. Februar 2020

Gefunden bei der Durchsicht alter Notizen:

Schlimmer als Unwissen ist Wissen – weil Wissen immer nur ein Zu-wissen-glauben sein kann. Weil es damit verhärtet und unfrei für die Wirklichkeit macht.

Mi. 26.11.2003, Tübingen

Immer wieder die Beobachtung, dass die Schritte langsam sind, sehr langsam, wenn sein Herz weit ist und neue Töne und Verse durch seinen Kopf fabulieren – viel langsamer als etwa der Rhythmus, den die Fußgängerampel vorgibt. Für was die dann da ist? Was für einen Rhythmus gibt sie den Eilenden vor? Und wer sind die überhaupt? Käufer, Verkäufer. Produzenten. Produziert er denn nicht auch?

Di. 02.12.2003, Tübingen

 


Montag, 10. Februar 2020

„Ich wollte einfach noch liegen und dem Wind lauschen.“

„Und was hat der Wind dir erzählt?“

„Von den Wolken hat er erzählt, die er über die Erde schiebt. Nie bekommt er seine Bahn frei von ihnen, immer entstehen sie neu.

Von der Sonne hat er erzählt, die am Rand der Erde erscheint und zu steigen beginnt, von unsichtbaren Kräften gehoben – oder mit der Kraft in sich, die auch jede Seifenblase ihr eigen nennt.

Ich glaube, die Sonne ist selbst eine Seifenblase. Und auch die Sterne sind welche, ganz, ganz weit weg. Vielleicht sind es frühere Sonnen, die aus ihrem Bogen durch den Himmel ausbrachen und nicht mehr zurückfanden.“

 

Erstmals veröffentlicht im Fluten-Log am Samstag, 10. Januar 2015.

Aber ist das denn wahr? Auch die Sterne kreisen auf einem Bogen um die Welt, wie die Sonne, nur sehr viel ferner. Aber Seifenblasen sind es keine, denn im Weltraum gibt es gar nichts zu waschen.

 


Dienstag, 4. Februar 2020

„Das Gegenteil einer richtigen Behauptung ist eine falsche Behauptung, aber das Gegenteil einer tiefen Wahrheit kann wiederum eine tiefe Wahrheit sein“. (Niels Bohr, zitiert in: Pietschmann, Herbert: Exakte Wissenschaft und Bewußtsein. In: Guttmann, Giselher & Gerhard Langer (Hg): Das Bewußtsein. Springer-Verlag, Wien, 1992, Seite 49-63, dort auf Seite 53.)

Was sind denn Behauptungen in diesem Sinne? Tatsachen-Behauptungen offenbar … Zum ganzen, etwas verwirrenden Text.

 


Montag, 3. Februar 2020

 

Die Natur beim Lernen ertappt: Kamilleblüten im Februar! Wenn sich das Klima dauerhaft umstellt, wird sich die Blütezeit der Kamille entsprechend anpassen.

Besonders interessant aber: Dieses Lernen basiert auf Vergessen.

Dieser Kamillestrauch hat „vergessen“, wann die „richtige“ Blütezeit ist und eine falsche (oder gar keine besondere) erinnert. Über dieses Vergessen streut die Natur ein paar ihrer Kinder über alle Jahreszeiten. Und wenn sich das Klima tatsächlich ändert, liegen manche davon richtig und retten die Kamille in neue Verhältnisse hinüber.

Für diese verschwenderische Art des Lernens (das weitaus meiste Gestreute geht unter) ist ein riesiger Reichtum und Überschuss nötig. Wir leben in ihm.

 

Erstmals veröffentlicht im Fluten-Log am Dienstag, 16. Februar 2016. Von diesem Tag stammen Foto und Text. Ich erinnerte mich daran, als heute Morgen vor dem Fenster eine Amsel sang, wie schon seit zwei Tagen.

 


Sonntag, 26. Januar 2020

„Was sind eigentlich Vorurteile?“, fragt Anton.

„Das ist ein Wort aus der Menschenwelt“, erklärt Karl. „Wir Spatzen kennen das nicht.“

„Aber was bedeutet das Wort?“, insistiert Anton.

Karl legt die Spatzenstirn in Falten und definiert dann: „Vorurteile sind Urteile anderer Menschen, die einem nicht gefallen.“

„Aber ich will auch Vorurteile haben!“, protestiert Anton und schlägt mit den Flügeln. „Zum Beispiel über den fetten Kater, der neulich Lisa gepackt und verspeist hat!“

„Das sind Urteile“, behauptet Karl, „jedenfalls, wenn sie über diesen Kater und ganz, ganz schlecht sind!“

 

Aus dem eBuch: Volker Friebel (2018): Anton und Karl – Spatzengeplauder für Kindsköpfe. Edition Blaue Felder, Tübingen.

Ein Klick auf das Titelbild führt zur Seite des Buchs auf Amazon, mit näheren Infos, einem Blick ins Buch und Bestellmöglichkeit.

 


Montag, 20. Januar 2020

Eine Gitarrenimprovisation von heute Nacht.

 


Samstag, 18. Januar 2020

Vier Schritte zum Schlaf: Ein Text über Schlafprobleme von Kindern bis zum Alter von zwei Jahren. Mit der Atemmethode. Es gibt auch ein eBuch dazu, da steht aber nichts Zusätzliches, auf der Netzseite ist alles enthalten.

 


Freitag , 17. Januar 2020

Die Probleme mit den Abbildungen sind wohl gelöst, so kann ich PapierBuch-Versionen von zwei Reisebüchern bekanntmachen. Die Buchtexte wurden stark überarbeitet. Klick auf die Titelbilder führt zu den Buchseiten bei Amazon, mit Vorschau (zur Papier-Version Mexiko hat Amazon noch kein Bild, diese Version deshalb dort bitte manuell suchen):

Volker Friebel (2020): Mexiko – Eine Reise von Yucatán nach Mexiko-Stadt. Texte und Bilder. Vierte, überarbeitete Ausgabe. Edition Blaue Felder, Tübingen. PapierBuch: 124 Seiten und 61 SW-Fotos. Und eBuch. Ausgabe 1-3 gab es nur als eBuch.

Volker Friebel (2019): Unterwegs durch Marokko. Texte und Bilder. Zweite, überarbeitete und erweiterte Ausgabe. 108 Seiten und 64 SW-Fotos. Edition Blaue Felder, Tübingen; und eBuch. Die Erstausgabe erschien Oktober 2018 nur als eBuch.

 

 


Freitag, 10. Januar 2020

Eine neue Netz-Präsenz, die meine Arbeiten zur Dichtung sammeln und vorantreiben soll:
www.Lyrik-Flur.de

 


Freitag, 10. Januar 2020

Paula meint!

Verringerung der Kalorien (Fasten) und Erhöhung des Energieverbrauchs (Bewegung, Sport) sind die beiden Säulen jedes ernst zu nehmenden Abnehmprogramms. Nun gibt es Studien, die zeigen, dass Sport einen Nachteil hat. Er regt den Appetit an. Auch wenn Sport in der Regel Kalorien verbrennt – über den gesteigerten Appetit nehmen die Menschen dann trotzdem kaum ab.

Ich finde, das ist trotzdem kein Einwand gegen Sport. Denn er bietet der Diät damit viel bessere Möglichkeiten. Wenn ich wenig Kalorien verbrauche (kein Sport), dann muss ich schon sehr wenig essen, um abzunehmen. Wenn ich aber viel Kalorien verbrauche, kann ich normal essen und nehme trotzdem ab. – Nicht ich Eule natürlich, aber ihr Menschen! Das Problem ist der Kopf, nicht der Sport.

Ein Abnehmprogramm, mit Unterstützung durch die Psychologie gibt es auf www.psyche-gesundheit-natur.de.


Samstag, 4. Januar 2020

So viele Projekte für 2020! Selten habe ich mich derart auf ein neues Jahr gefreut. Zentral soll die Beschäftigung mit Lyrik und Musik werden, öffentlich auf der neuen Netz-Präsenz www.Lyrik-Flur.de. Daneben eine Auseinandersetzung mit unserer Zeit, als Rückschau, eine Mischung aus Erzählung und Sachbuch, Arbeitstitel Utopia 2200. Außerdem mehrere Reisebücher (Prosa, Haiku und Foto), als Vorbereitung das Dichtungs-Pilgern (japanisch utamakura) zu verbreiten. Dazu noch ein Buch Traumreisen vom Wolkenschloss und die Mitwirkung an einer Neuübersetzung und Kommentierung des Dao De Jing (wir sind den Text nun einmal durch). Ich hoffe auch auf den Abschluss des liegen gebliebenen Sachbuchs Naturerleben und Gesundheit sowie auf eine Überarbeitung und Erweiterung des eBuchs für Kinder Geschichten, die zeigen, was wichtig ist, mit Papierbuch-Version, sowie auf die Herausgabe einer Sammlung von utopischen Geschichten. Meist gesellen sich im Jahresverlauf noch einige spontane Projekte dazu. Dafür wird nicht alles Geplante gelingen.

Ich schaue zurück, was 2019 an Büchern veröffentlicht werden konnte (drei für Kinder, drei für uns dumpfe Erwachsene):

Lebensgezeiten. Bilder und Verse. Edition Blaue Felder, Tübingen. 21 Haiga. Mit korrespondierender Lyrik. PapierBuch: 48 Seiten. Eine ganz neue Erfahrung. Fast niemand interessiert sich dafür, aber mir gefällt es.

Entspannungsgeschichten vom Wolkenschloss. Edition Blaue Felder, Tübingen. Mit Illustrationen. PapierBuch: 112 Seiten, und eBuch (epub-Format). Erstmals seit der Schulzeit und der Note 4 (die schlechtest mögliche), hab ich wieder gemalt. Auch das Schreiben der Geschichten hat große Freude gemacht.

Das Haiku. Grundwissen – Vertiefungen – der Horizont. Edition Blaue Felder, Tübingen. PapierBuch: 164 Seiten, und eBuch epub-Format. Vor diesem Buch bin ich jahrelang zurückgeschreckt. Dann hab ich mich doch drangesetzt – und finde es ziemlich gelungen.

Manchmal Tau. Lyrik und Haiku. Mit Schwarz-Weiß-Fotos. Edition Blaue Felder, Tübingen. PapierBuch: 156 Seiten, und eBuch epub-Format. Ich finde: Mein bestes Lyrik- und Haiku-Buch. Aber leicht verdaulich ist es nicht.

Gutenachtgeschichten vom Wolkenschloss. Entspannungsgeschichten für Kinder. Edition Blaue Felder, Tübingen. Mit Illustrationen. PapierBuch: 108 Seiten, und eBuch (epub-Format). Nach der großen Freude der Entspannungsgeschichten vom Wolkenschloss wollte ich weitermachen …

Prinz Theo und der Elfenbeinturm. Edition Blaue Felder, Tübingen. Mit zwölf Illustrationen (Grautöne). PapierBuch: 56 Seiten, und eBuch (epub-Format). Eine ganz spontane Sache, mit entsprechend großer Freude.

Reisen gab es dafür weniger. Über einer Woche lagen nur ein Aufenthalt in List auf Sylt (ohne Entspannungsseminar dieses Jahr) und im Oberengadin, Wohnort Sils Maria (zu dieser Landschaft muss auch mal ein Buch her).


Fluten-Log: Aktuell, Archiv: 0504, 03, 02, 01 (ab 07.06.2018)