Fuerteventura

Volker Friebel

 

Fuerteventura, das sind Strände, das sind auch jetzt, im November, Temperaturen wie im deutschen Frühling. Das sind lange Spaziergänge. Das ist Baden im Meer selbst noch im Winter mit Wassertemperaturen knapp über 20 Grad Celsius.

Die Füße finden den Sand. Die Kamera findet die Weite des Meeres. Und Wolken, aus denen morgens die Sonne steigt.

Der Sand unseres Strandes im Süden der Insel, in Jandia, ist hell. Hier und da liegen schwarze Vulkansteine in ihm. An den Biegungen der Küste können diese Steine mehr werden und größer, Felsen, zwischen denen ein Fußpfad geht.

Die Kamera sucht Spuren von Strandläufern – da kommt eine Welle!

Nach der Welle weißer Schaum auf dem Sand – wie er vergeht. Auch das Geräusch des Vergehens, ein Knistern.

Strandläufer fiepen dazwischen, grazile Vögel, sie laufen die anbrandenden Wellen entlang und versuchen, sich mit ihren langen Schnäbeln irgendwo eine Beute zu schnappen. Die nächste Welle wischt jede Spur glatt.

Außer der Spur der Zeit, die allerdings schwer zu sehen ist. Und doch hat die Zeit Felsen zu diesem Sand zermahlen. Und doch nimmt sie mit jeder Welle Sand hoch und spült ihn wieder zurück ins Meer.

Steigendes Licht.
Ein Mann schwimmt hinein
in das Gleißen.

Brandungsdonnern.
Im hellen Sand
schwarze Steine.

Die Vögel haben ihre Federn, ein Teil der Menschen ist nackt. Es sind eher nicht die Jungen und Schönen, aber weshalb sollte der Mensch als einziges Wesen der Welt sich verhüllen, wenn die Temperatur keine Kleidung erzwingt?

In der Ferienanlage weiße Gebäude, dazwischen Grün. Aus der Bar tönt Samba pa ti. Mein Herz singt mit, aber meine Seele ist noch ganz bei den Schritten am Saum des Meeres.

Aus der Bar die Musik
endet. Ich sitze noch immer
im Rauschen der See.

Im Klang der Brandung
schwebt ein Vogel. Schwarze Steine,
im Sand.

[…]

 

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Diese Foto-Datei ist frei zugänglich und begleitet das Büchlein:

Volker Friebel (2018): Fuerteventura. Edition Blaue Felder. Nur als eBuch.