Volker Friebel

Höhleneingang –
ein Schmetterling schwingt sich
am Dunklen vorbei.
Ich gehe hinein. Etwa fünf Meter breit ist der Eingang der Höhle, die sich etwa 20 Meter in den Fels zieht. Neben Werkzeugen aus dem jüngeren Magdalénien, dem Ende der letzten Eiszeit, fanden Archäologen bei Ausgrabungen 1911 und 1912 Bruchstücke einer Kalksteinplatte mit Ritzspuren: sechs Frauengestalten, der Kopf eines Wildpferds. Und Knochen von Jagdbeute: Rentier, Wildpferd, Bär. Und, in einer jüngeren Schicht der Jungsteinzeit, die zerschlagenen Knochen eines Menschen.
Aus der Höhle treten:
Zwischen fallenden Blättern flattert
ein Schmetterling.
Knattern von Motorsägen.
Ein Waldschmetterling durchfliegt
Hell und Dunkel.
